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Evangelische Christophorus-Kirchengemeinde Groß Kreutz Die Bibel
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Angedacht Februar und März
Dieses Wort soll uns
alle ein Jahr lang begleiten. Paulus hört dieses Wort, er bekommt es von
Jesus gesagt. Hören wir diesen Satz aber so, als würde Jesus ihn auch uns
sagen. Jesus sagt jedem von
uns persönlich zu: „Lass Dir an meiner Gnade genügen! Denn meine Kraft ist in
den Schwachen mächtig!“ Klingt gewiss ziemlich fromm und altmodisch. Wie alltagstauglich
ist der Satz für Sie? Und als Schwächlinge
wollen wir nicht dastehen! Wer schwach ist, der ist auf der Verliererseite.
Da wollen wir nicht sein. Muss man nicht auch
stark sein in dieser Welt? Gerüstet für den Alltag, für jede Beziehung, für
das Leben? Wie soll sonst das Leben gelingen? Wo es hinführen kann,
wenn Menschen sich nur auf ihrer eigene Kraft verlassen, das zeigt uns die
Geschichte, das haben wir selber auch schon erlebt. Es endete allzu oft
wieder im Chaos. Bei Gott gilt ein
anderer Maßstab. Er kann nur diejenigen gebrauchen, die sich auf ihn und
seine Kraft und nicht auf die ihre verlassen. Das scheint widersinnig
zu sein. Aber doch ist es so: Wir brauchen nicht mehr als seine Gnade und
seine Kraft. Das macht uns tauglich für unser Christsein. Was wir tun können,
kommt nicht aus uns selber. Seine Gnade genügt! Geben wir unsere
eigenen Wege auf. Dann sind wir
brauchbar. So entfaltet sich seine Kraft, so wächst Frucht, so wird Segen.
Das wünsche ich uns allen im neuen Jahr 2012. Herzliche Grüße. Ihr Pfarrer
Dezember und
Januar Hatte nun der Weihnachtsmann bei der Christvesper
2010 in Derwitz etwas in der Kirche zu suchen? Zumindest ist es
ungewöhnlich, den Weihnachtsmann in der Kirche anzutreffen. Dass er beim Krippenspiel
dabei war, hatte natürlich eine besondere Bewandtnis. Die handelnden Figuren
sagten ihm die Weihnachtsbotschaft, denn er kannte sie noch nicht. „Auch Dir
ist heute der Heiland geboren!“ Das ist die gute
Nachricht für alle, egal ob sie Gott kennen oder nicht. Eine Nachricht, die
unser aller Leben verändert. Sie gilt einem jeden von uns persönlich. Deshalb
ist jeder am Heiligen Abend in unseren Gottesdiensten herzlich willkommen. Wir haben einen Grund,
uns über Weihnachten zu freuen. Jesus Christus ist auf die Welt gekommen. Das
hat einen Zweck und geht jeden etwas an. In einem seiner Briefe beschreibt
der Apostel Paulus das so: „Ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus
Christus, daß er, der reich war, um euretwillen arm wurde, auf dass ihr durch
seine Armut reich würdet.“ Dieser Reichtum wird
nicht in Euro und Cent gezählt. Ihn zu empfangen, deshalb feiern wir
Weihnachten. Und deshalb sind alle am Heiligen Abend in der Kirche willkommen!
Herzliche
Weihnachtsgrüße und ein gesegnetes Jahr 2012! Ihr B.
Kuhnt, Pfr. Oktober und
November Was der Mensch sät, das wird er ernten. Galaterbrief Kapitel 6 Vers 7 Die Geschichte unserer
Welt hat einen ersten und auch einen letzten Tag. Mit diesem Wort beginnt die
Bibel: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und mit diesem schließt sie: Und
ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Dazwischen lebt die Gemeinde
Jesu, die Kirche, und betet: Dein Reich komme. Dies Reich erwarten wir. Wir
werden es sehen, wenn wir bei Jesus sind. Seit dem ersten Kommen
Jesu in diese Welt in Bethlehem leben wir Menschen auf sein zweites Kommen in
Herrlichkeit zu. Die Weltgeschichte hat zum Ziel, dass sich Gottes Heilsplan
in ihr erfüllen wird. Es wird der Tag kommen, an dem wir Jesus sehen. Die
Bibel nennt ihn den Jüngsten Tag. Gutes und Böses ist in
uns vorhanden. Wir leben in der Freiheit, es zu tun oder zu lassen. Wir
werden vor Gott unser Tun und Lassen verantworten müssen. Das gilt für die
Dinge unseres persönlichen Lebens und die Dinge der großen Weltpolitik. Mancher denkt, man
könne nach seiner eigenen Fasson selig werden. Die Bibel warnt uns vor
solcher Vermessenheit. Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn
was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der
wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der
wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Das ist göttliches
Gesetz. Auch in der Natur ist es so: Wer einen Birnbaum pflanzt, wird keine
Äpfel ernten. Wir feiern das
Erntedankfest wieder in Dankbarkeit und Freude vor Gott. Die Ernte auf
unseren Feldern ist ein Abbild für die andere Ernte, die der Apostel Paulus
meint: Was der Mensch sät, das wird er ernten. In unserer Zeit, in
welcher der Mensch das Maß aller Dinge ist und der lebendige Gott in weite
Ferne gerückt ist, ist die Besinnung darauf wichtig, was das Erntedankfest
bedeutet und uns zeigt: Alle Saat wird zur Ernte. Das gilt auch für unsere
Gedanken, Worte und Taten. Mit welchem Inhalt
haben wir sie Gott und den Menschen gegenüber gefüllt? Ich wünsche mir, dass
der Wunsch aus einem alten Reichs-Lied sich bei uns erfülle: Dass ich dein
sei auf ewig, dass sei meine größte Sorge. Herzliche
Grüße! Ihr B. Kuhnt, Pfr. August und
September Ein persönliches Wort Im vergangenen März
konnte ich eine schwere Bronchitis nicht so recht überwinden. Deshalb musste
ich ins Krankenhaus. Es sollte festgestellt werden, ob negative Auswirkungen
auf das Herz zu erkennen sind. Die Diagnose lautete dann: Verkalkung der
Herzkranzgefäße zu 70 Prozent. Es droht ein Verschluss der Gefäße und damit
ein Herzinfarkt. Das war keine gute
Nachricht. Das hat mich ganz schön erschreckt. In der Folge kann das einen
schnellen Tod bedeuten oder die Einschränkung der Lebensqualität. Es ist nun so, als
hätte für mich eine neue Zeitrechnung begonnen. Nicht nur, dass nun erst mal
alle Arbeit ruhen musste, jeglicher Stress und Belastung gemieden werden
sollte. Nun soll das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden. Das
geschieht mit vielen Tabletten, Änderung von negativen Lebensgewohnheiten, vermehrter
Bewegung und Ernährungsumstellung. Ein Bibelwort aus dem
Buch der Sprüche hat mir geholfen, diese Zeit durchzustehen und ist mir auch
für die Zukunft wichtig geworden: „Achte auf dein Herz, denn aus ihm
quillt das Leben.“ Ich danke allen sehr
herzlich, die mich in diesen Monaten besucht und mit Geschenken und
Aufmerksamkeiten bedacht haben. Manche haben mit mir und für mich gebetet.
Das alles hat mich sehr froh gemacht und gestärkt. Ich danke denen sehr
herzlich, die für mich die Vertretung von Gottesdiensten, Amtshandlungen oder
Gemeindeveranstaltungen übernommen haben,
vor allem Frau Kirsch, die im Büro in dieser Zeit zusätzlich belastet
war und viele Dinge abgefangen hat und dem stellvertretenden Vorsitzenden des
Gemeindekirchenrates Ab August werde ich
nach den „Hamburger Modell“ wieder in den Dienst einsteigen. Das bedeutet,
dass die Belastung in den ersten Wochen nach Arbeitsbeginn nur langsam
gesteigert werden soll. Ab Oktober beabsichtige ich wieder sonntäglich zwei
Gottesdienst anzubieten. Ich freue mich auf eine
gute Zeit miteinander und dass wir gemeinsam in unserer Gemeinde Impulse
setzen und vorangehen. Herzliche
Grüße! Ihr Pfarrer Juni und Juli Beten: So einfach und doch oft so mühsam. Paulus
zeigt, wie wir uns neu auf das Gespräch mit Gott ausrichten können. Es gibt so viele
Missverständnisse in Bezug auf das Beten, dass es einfach gut ist, sich von
der Bibel immer wieder richtig auf Gott auszurichten zu lassen. In einem Vers
aus dem Brief von Paulus an die Kolosser begegnen uns gleich drei solcher
Wegweiser: Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung! Kolosser
4,2 „Seid beharrlich...“ -
in vielen Religionen ist Gebet etwas, was man ableisten oder verrichten kann.
Die Tätigkeitsworte sprechen bereits eine deutliche Sprache: Man setzt ein
"Gebetsrad" in Bewegung - aus Gewohnheit oder schlechtem Gewissen,
und ist dann innerlich schon bei der nächsten Anforderung des Alltags. Aber
Beten ist Reden mit dem Gott, an dessen Hand ich meinen Alltag meistern und
gestalten darf. Und deshalb ist mein Engagement, mein Wille gefragt. Wissen
Sie abends noch, um was Sie Gott morgens gebeten haben? Beharrlich im Gebet
sein - das bedeutet, bewusst in die Beziehung zu Gott zu investieren. „Wacht im Gebet...“ -
wer durch das Gebet mit seinem Vater im Himmel im Kontakt ist, der gibt sich
nicht einer mystischen Selbstversenkung hin, sondern nimmt seine Umwelt,
seine eigenen Motive und Entscheidungen, die Nöte anderer Menschen umso
bewusster wahr. Klare Gebete brauchen einen klaren Verstand. So ist Gebet:
Mit dem Herz im Himmel und mit beiden Beinen auf dem Boden. Wer so aufmerksam betet,
dem kann auch nicht entgehen, wie Gott Gebete beantwortet. Denn Gebet ist
keine Einbahnstraße, sondern Beziehungspflege. Viele Leute sind so mit ihren
Bitten beschäftigt, dass sie gar nicht erkennen und dafür danken können, wenn
Gott etwas bereits geschenkt hat! Wer „mit Danksagung“ betet, der hat offene
Augen und ein dankbares Herz für das, was Gott in der Vergangenheit getan hat
- und der wird dann auch mitbekommen, wenn Gott sein Gebet beantwortet. Mehr Beharrlichkeit,
wachere Sinne und ein dankbareres Herz - so will ich beten. Jörg
Dechert April und Mai
2011 „Ich sah die Apokalypse.“ Erdbeben, Tsunami und
Atomgefahr - gleich drei Katastrophen sind über Japan hereingebrochen.
Nachrichtensender zeigten ohne Unterbrechung Bilder des schrecklichen
Geschehens. Es hat uns den Atem verschlagen! Unsägliches Leid ist
über Japan gekommen. Diese Katastrophe hat zugleich die ganze Welt
erschüttert. Und wir haben erkannt: Kein Mensch ist in der Lage, Sicherheit
zu schaffen oder zu garantieren. In der Hilflosigkeit, das Unfassbare
begreiflich zu machen, haben viele Journalisten immer wieder Begriffe aus der
Bibel verwendet. Ich sah die Apokalypse! So war es in einer Zeitung zu lesen.
Was bedeutet das
eigentlich? Apokalypse heißt das letzte Buch der Bibel; auf deutsch
Offenbarung oder Enthüllung. Johannes, ein Jünger von Jesus, hat von Gott
eine Sicht auf die letzten Dinge, die letzte Zeit, die Endzeit, erhalten und
diese aufgeschrieben. Sein Buch beschäftigt sich mit den Absichten Gottes zur
letzten Zeit der Welt. Die Bibel sagt uns, was
in der letzten Zeit der Welt passieren wird. Zum Beispiel in Matthäus 24:
„Die Jünger fragten Jesus: »Wann wird all das geschehen? Und wird es vorher
ein Zeichen geben, das deine Wiederkehr und das Ende der Welt ankündigt?« Jesus
antwortete ihnen: »Lasst euch von niemandem etwas weismachen. Viele
werden in meinem Namen auftreten und behaupten: `Ich bin der Christus´, und
sie werden viele irreführen. Überall werden Kriege ausbrechen. Aber habt
keine Angst - diese Dinge müssen geschehen, doch das Ende wird noch nicht unmittelbar
darauf folgen. Völker und Königreiche werden sich den Krieg erklären. In
vielen Teilen der Welt wird es Erdbeben geben, und es wird zu Hungersnöten kommen. Doch
all das wird erst der Anfang der Schrecken sein, die auf euch zukommen. Ihr
werdet verhaftet, verfolgt und umgebracht werden. Auf der ganzen Welt wird
man euch hassen, weil ihr euch zu meinem Namen bekennt. Viele werden
sich von mir abwenden und einander verraten und hassen. Viele falsche Propheten
werden auftreten und die Menschen täuschen. Die Gesetzlosigkeit wird
immer mehr überhand nehmen und die Liebe wird bei vielen erkalten. Doch
wer bis zum Ende durchhält, wird gerettet werden. Die Botschaft vom
Reich Gottes wird auf der ganzen Welt gepredigt werden, damit alle Völker sie
hören, und dann erst wird das Ende kommen. Wer dies liest, der horche
auf!“ Das Ende ist also noch
nicht da, aber Anzeichen dafür. Auf diese gilt es zu achten und wachsam zu
sein. Dazu lädt Jesus ein. Schon immer wollten
Menschen den Zeitpunkt wissen und sogar den Tag errechnen, an dem Jesus
wiederkommt und die letzten Dinge geschehen. Jesus sagt: „Von dem Tage aber
und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht,
auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.“
(Markus 13,32) So notvoll und ungewiss
manches in der Zukunft auch sein mag, wer auf Gott vertraut, der ist in
seiner Hand, an guten und schlechten Tagen, im Leben und im Sterben. Wer sein
Leben hier in seine Hand gab, der bleibt auch dort in seiner Hand. Das ist
gewiss! Die Menschen in Japan
brauchen unser Gebet. Die Fürbitte ist für uns die entscheidende Hilfe und
einzige Möglichkeit, die Situation dort zu verändern, denn „das inständige
Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt, kann viel bewirken“
(Jakobus 6,16,b). Herzliche
Grüße. Ihr Pfarrer Februar und März
2011 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern
überwinde das Böse mit Gutem. Jahreslosung aus
Römer 12,21 Vier Wochen ist das Jahr 2011 nun
alt. Die Jahreslosung begleitet uns durch das neue Jahr lädt uns ein, den
Dingen dieser Welt nicht einfach ihren Lauf zu lassen. Der Apostel Paulus
kennt die Spannung zwischen Gut und Böse in unserem Leben und bekennt: “Das
Gute, das ich tun will, das tue ich nicht, das Böse, das ich nicht tun will,
das tue ich“. Paulus fordert uns auf, dass wir uns dem Bösen verweigern. Vielleicht sagt mancher: Der hat gut
reden. Steht denn nicht auch in der Bibel: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“? Wäre
es nicht nur zu verständlich, wenn die verfolgten Christen in Ägypten oder in
anderen Staaten so auf Bedrängnis und Verfolgung reagieren würden? Zumindest ist Paulus glaubwürdig: Es saß um seines Herrn Jesus Christus willen mehrfach im Gefängnis, wurde ausgepeitscht und am Ende hingerichtet. Wie gut haben wir es doch! Wir können
unseren Glauben frei und ungehindert praktizieren. Ich bin dankbar für die
gesetzlich verankerte Religionsfreiheit in Deutschland. Aber es reicht nicht, das Gute nur
ernsthaft zu wollen. Wir brauchen vielmehr Jesus, der uns erlösen kann aus
der Spannung, das Gute zu wollen, aber das Böse zu tun. Ich lade Sie ein, im neuen Jahr
folgendes zu versuchen: ·
Meine negativen Gefühle und Gedanken
bringe ich Gott im Gebet. ·
Ich überlege, mit wem ich
mich versöhnen muss. ·
Ich überlege, wem ich Gutes
tun kann. So zeige ich mein Christsein im
Alltag und kann meine Mitmenschen mit Gutem überraschen, in dem ich ihnen ein
Spiegelbild der Liebe Gottes bin. Dazu wünsche ich Ihnen Gottes Segen und
gutes Gelingen! Ihr Pfarrer |
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