Evangelische Christophorus-Kirchengemeinde Groß Kreutz

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Mission

 

Joachim und Kerstin Schulze haben wir als Missionare nach Afrika ausgesandt. Der Aussendungsgottesdienst fand am 27. März 2011 um 14.00 in der Kirche in Schmergow statt. Träger der Missionsarbeit ist das Missionswerk „Weltweiter Einsatz für Christus“ mit Sitz in Eppstein. Im April sind die beiden nach Sao Thome und Principe ausgereist. Sie beabsichtigen dort einen etwa 10jährigen Aufenthalt.

 

 

 

Kontaktmöglichkeit: Kejo-news@email.de.

 

 

Bitte unterstützen Sie den Dienst der beiden in Afrika mit Ihrer Spende.

 

Bankverbindungen: WEC International, Volksbank Main Taunus, Kontonummer 4132009, Bankleitzahl 50092200, Kennwort: Joachim und Kerstin Schulze (Wichtig!) Evangelische Christophorus-Kirchengemeinde Groß Kreutz,  Bank für Kirche und Diakonie Duisburg, Kontonummer 15 52809 013, Bankleitzahl 350 601 90. Eine Spendenbescheinigung erhalten Sie gern über unser Büro.

 

 

Und hier ein Schreiben der beiden mit ihren ersten Eindrücken vor Ort:

 

Ihr Lieben!

 

Nun sind wir schon fast zwei Monate auf unserer Insel und das Pfingstfest naht. So nutzen wir die Gelegenheit um euch gesegnete Feiertage zu wünschen, die uns daran erinnern, dass Gott uns durch seinen Geist ganz nahe sein will, wenn wir es zulassen. Heute möchten wir euch bzgl. einiger Gebetsanliegen und Gebetserhörungen auf den neusten Stand bringen, da wir in einigen E-Mails schon von unserem Problem mit der lauten Musik vom Park berichtet haben. Wir danken euch für alles Mittragen und eure Anteilnahme an unserem Dienst. Gott segne euch.

 

Dank: Vor zwei Wochen haben wir einigen von euch unsere Not mit einer Jugendveranstaltung mitgeteilt, die uns die Nerven raubte. Seit dem verbesserte sich die Situation, das heißt, die "Rap-Disco" hat an den letzten drei Samstagen nicht mehr stattgefunden. Preis den Herrn! Danke für alle Gebete. Uns ist noch nicht zu Ohren gekommen warum, aber eben auch noch nicht, dass die Veranstaltung generell nicht mehr stattfindet. Somit können wir weiter beten, dass sie auch an den kommenden Samstagen "ausfällt".

 

Anliegen: Wir freuen uns über die letzten beiden ruhigeren Samstage, besonders dass wir vor der schrecklichen Musik, dem Krach bewahrt wurden, aber unser Wohngebiet bringt generell höhere Umgebungsgeräusche mit sich, als gewünscht. So gehen die Openair Musiknächte jeden Freitag bis 1:30, 2 Uhr nachts, es bellen die vielen Hunde die um den Müll aus den Snack-Bars kämpfen und anderes mehr geben uns Nachts weniger Ruhe. Einige Leute haben uns schon verkündet, dass es noch schwieriger wird, da bald Wahlen anstehen und die Wahlkampfveranstaltungen natürlich auch vor unserer Haustür stattfinden werden. Auch sollen in den Ferien des hiesigen kühleren Sommers, im Park die großen Feste, und Konzerte stattfinden. In dieser Woche ging es ganz gut, aber wir fragen uns ernstlich ob wir hier auf längere Sicht zur Ruhe kommen können, ein Zuhause finden. So haben wir gestern auch erst um 1:30 Schlaf gefunden und das nächste Konzert ist schon angekündigt. Wir werden weiter nach dem Willen des Herrn fragen.

 

Zurzeit brauchen wir, in Mitten der Umstände, Geduld und hoffen, dass das Wochenende nicht zu schlimm wird. Vor einer Woche ist Joachim auch auf ein weiteres Haus gestoßen, was gut zu uns passen würde, vor allem weil es noch mehr Möglichkeiten für unsere Arbeit bietet. Aber auch dort gäbe es noch einiges zu tun, bevor eine Nutzung in Frage kommen würde. Es war gut zu sehen, dass noch andere nette Häuser zur Verfügung stehen. Vorerst bleiben wir hier und versuchen uns etwas mehr einzurichten. In dieser Woche ist endlich die Farbe für die Fußböden angekommen, die Joachim heute gestrichen hat. Er war ihm noch möglich den vorletzten Kanister zu bekommen, da sie schon fast wieder ausverkauft war. Da wir bis einschließlich Juli die Miete als Kaution bezahlt haben, bleibt noch Zeit um uns weiter umzuschauen und dann zu entscheiden. Aber es ist nicht so ermutigend ein Haus einzurichten, wenn man nicht weiß ob man auch hier bleiben kann.

 

(Ja, wir haben Ohropax, aber die helfen nicht so wirklich.)

 

Auto: Wir haben ein für uns passendes, robustes Auto gefunden, was eine wirkliche Hilfe ist. Es müssen noch einige größere Reparaturen gemacht werden, aber es fährt, den Rest kann man ja zusammen schweißen ;-) und Stück für Stück besorgen. Es ist ein alter Nissan Patrol geworden, ein Jeep. Joachim sagt, dass man unter Kennern das Auto als "Eisenschwein" bezeichnet, da dass nicht so nett klingt, nennen wir es "weißer Elefant".

 

Begegnung der besonderen Art: Wir dürfen feststellen, dass uns unser himmlischer Vater auch immer mal wieder Moslems in den Weg stellt. In Guinea war es Amadu, unser Nachbar, in Portugal war es eine Familie die durch die Vulkanaschewolke bei uns Strandete und hier ist es ein Ehepaar aus Libyen. Das interessante ist, dass nicht wir den Kontakt suchten, sondern der Mann uns im Kaffee angesprochen hat und gleich einlud mit ihm und seiner Frau einen Ausflug zu machen, obwohl er wusste, dass wir Missionare sind. Da sein Englisch nicht so gut ist, fällt die Verständigung nicht immer einfach, aber es geht. So haben wir uns schon zweimal getroffen und am letzten Sonntag festgestellt, dass uns als Ehepaare etwas Entscheidendes verbindet, nämlich die Kinderlosigkeit. Sie sind auch so lange verheiratet wie wir, aber für ihn ist es die zweite Ehe. Nun haben wir uns natürlich staunend angeschaut und uns gefragt warum Gott uns auf einer kleinen Insel im Atlantischen Ozean von so weit her zusammen bringt mit dem gleichem Herzensanliegen. Sie sehen die Kinderlosigkeit als ein Zeichen der Gottesferne. Bitte betet doch mit uns, dass der Herr eingreift und sich ihnen offenbart, vielleicht sogar ein Wunder schenkt um ihnen zu zeigen, dass er ganz Nahe ist. Bitte betet mit uns, dass Gott uns Weisheit schenkt, wann wir was sagen sollen. Da die Frau nur Arabisch spricht, ist es fast unmöglich mit ihr direkt zu kommunizieren, nur wenn er vom englischen übersetzt. Danke für eure Anteilnahme.

 

Materialien sind unterwegs: Von Portugal aus sind mindestens 80 Päckchen a 2 kg mit Literatur zu uns auf den Weg, wir hoffen und beten, dass sie auch heil hier ankommen.

 

Kindertag & Geburtstag: Kerstin konnte zwei Tage nach dem Kindertag feiern. Der 1. Juni wird hier richtig groß begangen, es gibt in den Kindergärten & Schulen keinen Unterricht, sondern ein großes Fest mit Spielen, Musik und natürlich Tanz. Dazu kommt ein Abgesandter des Bildungsministeriums vor dem die Kinder Rechen- und Leseübungen abhalten. Wir waren an diesem Tag mit Inna im Innland unterwegs, die als Sozialarbeiterin mit ihrem Team in einer Schule das Fest mit Spielen bereicherte. Zum Ende hin kamen dann die Eltern um mit ihren Kindern in der Einrichtung zu essen, wobei jede Familie ihr eigenes Essen mitbrachte, die Kinder bekamen eine warme Mahlzeit von der Schule. Die Eltern versuchen zu diesem Tag ihre Kinder auch neu einzukleiden, zu beschenken, was bei vielen zu finanziellen Nöten führt, oder eben nicht möglich ist. So steigt vor dem Kindertag die Kriminalität, es wird mehr gestohlen, weil der gesellschaftliche Druck etwas schenken zu müssen so groß ist. Kerstins ersten Geburtstag in der neuen Heimat haben wir im kleinen Kreis begangen. Da wir noch kein Team, keine Familie und noch keine richtigen Freunde hier haben, was Kerstin an diesem Tag etwas melancholisch stimmte, haben wir uns einfach bei einer Missionarsfamilie zum Kaffeetrinken eingeladen. So verbrachten wir einen netten Nachmittag mit "Geschwistern im Herrn".  Es erreichten uns auch ein paar E-Mails und zwei Karten von unseren WEC-Kollegen, habt vielen Dank dafür, auf den "fernen Inseln" freut man sich über jeden Gruß.

 

Alles Liebe von Kerstin & Joachim.

Ein Jahr in Afrika

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