Evangelische Christophorus-Kirchengemeinde Groß Kreutz

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Über die Anfänge unserer Dorfkirche wissen wir wenig. Sie wurde wehrhaft gebaut. Im Laufe der Jahrhunderte vergrößerte man die Kirche. Ein Gang um die Kirche lässt uns verschiedene Bauetappen entdecken. So kann man deutlich am Ostgiebel die Vergrößerung der Apsis sehen und eine Gruppe von drei frühgotischen Fenstern. Ursprünglich war die Kirche Maria, der Mutter Jesu, geweiht.

 

Der erste evangelische Pfarrer in Groß Kreutz war Laurentius Schulte. Er kam 1526 hierher. Mit dem jetzigen Pfarrstelleninhaber hat die Kirchengemeinde ihren 22. evangelischen Pfarrer. Kirchliche Visitationsakten berichten 1540, dass der Pfarrer damals „ein Wohnhaus mit drei Hufen, Wiesen, zwei Gärten, Holzung, Kornpacht, Fleischzehnt, etc.“ hatte.

 

Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche nach Osten erweitert. Das heutige Bild der Kirche wurde besonders in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geprägt. Damals ist das Gebäude nach Norden und Süden kreuzförmig erweitert worden. Der Fachwerkturm war durch einen Blitzschlag stark beschädigt, wurde deshalb massiv erneuert und mit einem Schieferdach versehen. Die Spitze krönt eine neu vergoldete Kugel mit einer Wetterfahne.

 

Von Westen betritt man die Kirche und kommt durch einen Vorraum in den Gottesdienstraum. Der Blick fällt sofort auf den prächtigen Kanzelaltar aus dem Jahre 1722. Dieser wurde vom damaligen Patron Adam von Hake gestiftet. Der Altar ist der geistliche Mittelpunkt einer jeden Kirche. Die Gemeinde, die sich nach Jesus Christus nennt, lebt von und mit ihrem Herrn. Im Altar haben wir einen Ort, an dem die christliche Gemeinde die Gegenwart ihres Herrn verehrt. Der Altar ist der Hinweis auf den lebendigen Christus. Hier empfängt die Gemeinde Brot und Wein, hier begegnet sie ihrem Herrn. Wie der Altar die Mitte unserer Kirche ist, so ist Jesus Christus die Mitte der Gemeinde, die sich um ihn versammelt.

 

Die Gestaltung des Innenraumes geht wesentlich auf das 18. Jahrhundert zurück. Im Kirchenschiff und in den Kreuzarmen steht die hölzerne Empore von 1775 auf toskanischen Säulen. An der Emporenbrüstung ist eine schöne Bauernmalerei mit Blumen zu sehen.

 

Der Altar hat korinthische Doppelsäulen, seitlich Akanthuswangen; auf dem Schalldeckel sitzen musizierende Engel, gruppiert um einen hellen Strahlenkranz mit dem symbolischen Gottesauge. Auf dem Kanzelkorb ist ein Kreuzigungsbildnis zu sehen. Die im Altarraum stehende hölzerne Taufe stammt aus dem Jahre 1815. Gusseiserne neugotische Chorschranken trennen Altarraum und Kirchenschiff.

 

Gegenüber steht auf der Empore die Orgel. Sie wurde 1800 nach dem Zerfall der alten von Orgelbaumeister Marx aus Berlin gebaut. Auf der Südempore ist eine Truhe aus Holz von 1756 zu sehen, sowie neun Ölbildnisse der Patronatsfamilien von Hake und von Arnstedt. Im Turmobergeschoss sind sechs gusseiserne Gedenktafeln aus dem 19. Jahrhundert zu besichtigen. Dort steht auch das mechanische Werk der alten Kirchturmuhr. Inzwischen ist die alte Uhr durch eine moderne wartungsfreie Funkuhr ersetzt worden. Noch weiter oben im Turm hängen zwei Glocken, die eine gegossen 1409, die andere 1500. Die Glocken läuten zum Gottesdienst, mittags und abends und zeigen mit ihrem Schlag die Uhrzeit an.

 

Auf dem Kirchhof ist der 1939 nach Großbritannien emigrierte deutsche Diplomat Wolfgang Gans Edler Herr zu Putlitz beigesetzt.

 

In den Jahren 1992 bis 1996 ist die Kirche völlig saniert und renoviert worden. Das war sehr nötig, denn die Kirche befand sich in einem schlechten baulichen Zustand. Die Kirchengemeinde ist sehr dankbar, dass sich ihr Gotteshaus wieder in einem schönen und erfreulichen Zustand befindet, so schön, wie schon lange nicht mehr.

 

Sehenswert ist im Dorf weiterhin besonders das alte Herrenhaus, im Volksmund „Klein-Sanssouci“ genannt. Das Herrenhaus gehörte bis zur Vertreibung 1945 der Familie von der Marwitz. In unserer Kirche hängen mehrere Ölgemälde, die Patronatsangehörige zeigen.

 

 

Hölzernes Allianzwappen

 

 

 

Posaunenengel auf dem Altar

 

 

 

n Die älteste Glocke unserer Kirche wurde im Jahre 1409 gegossen. Sie ist im Jahr 2009 also 600 Jahre alt geworden.

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n Die Pfarrer in Groß Kreutz

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n Die Chronik von Pfarrer Plato aus dem Jahre 1827

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n Über Friedrich August Ludwig von der Marwitz

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n Die Orgel in der Kirche Groß Kreutz

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n Aufnahme des Pfarrhauses aus dem Jahre 1898

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n Der CVJM in Groß Kreutz 1928

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n Das Herrenhaus in Groß Kreutz

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n Die Kleinbahn von Groß Kreutz nach Lehnin

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n Schreiben von Pfarrer Petzel an die Kirchengemeinde Groß Kreutz anlässlich des 50jährigen Kindergartenjubiläums

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n Schreiben von Ruth Kurth anlässlich des 100jährigen Kindergartenjubiläums unseres Kindergartens

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n Wolfgang Gans Edler Herr zu Putlitz auf dem Kirchhof Groß Kreutz

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